Job inside: Verfahrensmechaniker/in - Hütten-/Halbzeugindustrie

Das Spiel von Eisen und Feuer

Nick ist im dritten Ausbildungsjahr zum Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie bei Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM). Zu der Stelle ist er durch einen zweimonatigen Ferienjob gekommen.

Stahlwerk Primär- und Sekundärmetallurgie bei HKM
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
"Den Anblick der Schmelze finde ich jedes Mal wieder faszinierend", sagt Nick.
Porträt von Nick
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Nick in seiner schwer brennbaren Arbeitskleidung

planet-beruf.de: Du bist im Stahlwerk in der Fachrichtung Eisen- und Stahl-Metallurgie eingesetzt - was machst du da?


Nick: Wir machen die Schmelze, wir verarbeiten also das Roheisen zu Stahl. Jede Schmelze wird nach Kundenwunsch legiert. Es werden also verschiedene Mengen an Stoffen beigemischt. Ich unterstütze einen Kollegen. Der sitzt im Leitstand, wo die gesamten Anlagen gesteuert werden. Er berechnet u.a. die Mengen der Zugabe. Ich messe die Temperatur der Schmelze oder ziehe Proben. Dafür tauche ich eine Lanze direkt in den heißen Stahl. Diese Probe wird dann an unser Labor geschickt. Nach ein paar Minuten bekommen wir die Analyse, welcher Stoff enthalten ist und wissen, was noch beigemengt werden muss.


planet-beruf.de: Welche Herausforderungen gibt es in deiner Ausbildung?


Nick: Man ist umgeben von großen Maschinen und teilweise herrschen Temperaturen von 1.600 °C, da kann es schon gefährlich sein. Aber bei uns sind die Sicherheitsstandards sehr hoch. Ohne Helm darf niemand ins Stahlwerk. Dazu gibt es noch die schwer brennbare Arbeitskleidung und als Hitzeschutz z.B. den Silbermantel. Außerdem muss man sehr genau arbeiten und viel über die verschiedenen Stoffe lernen.


planet-beruf.de:
Wie gehts nach der Ausbildung weiter?


Nick: Am liebsten würde ich sofort den Meister oder Techniker machen. Bei HKM gibt es eine Bestenförderung. Wer die entsprechende Leistung bringt, bekommt die Weiterbildung gezahlt. Danach, wer weiß, vielleicht noch studieren und Ingenieur werden?

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Verfahrensmechaniker/innen in der Hütten- und Halbzeugindustrie stellen je nach Fachrichtung Rohmaterial her und verarbeiten dieses weiter. Die Fachrichtungen unterscheiden sich durch das Behandeln von unterschiedlichem Material wie beispielsweise Kupfer oder Stahl und andere Arbeitsprozesse wie Herstellung oder Umformung.
 
Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

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Stand: 26.09.2017