Reportage: Was macht eigentlich ein/e Holzbearbeitungsmechaniker/in?

Spannende Holzbearbeitung

Alexander war auf der Suche nach einer handwerklichen Ausbildung. Die Stellenanzeige der Klenk Holz GmbH kam da gerade recht. Er bewarb sich und befindet sich jetzt im 1. Ausbildungsjahr zum Holzbearbeitungsmechaniker.

Alexander steht vor abgerichteten Profilhölzern.
Klenk Holz GmbH
Alexander ist fasziniert vom Material Holz, als Holzbearbeitungsmechaniker hat er täglich damit zu tun.
Ein Mann beaufsichtigt in einem Leitstand die Produktion von Holzprodukten.
Die Maschinen bestücken und den Produktionsprozess überwachen: alltägliche Aufgaben.

"Ich habe zwischenzeitlich in einem Baumarkt als Verkäufer gearbeitet und hatte viel mit Holz zu tun. Das Material hat mir einfach gefallen." Nach einem Praktikum bei der Klenk Holz GmbH, wusste Alexander, dass er seinen Wunschberuf gefunden hatte.

Während der Einarbeitung, konnte er sich auf hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen verlassen. Jetzt führt er viele Arbeiten selbstständig aus. "Als ich das erste Mal eine Hobelmaschine für die Herstellung von Fasebrettern eingestellt habe und am Ende das fertige Produkt in den Händen hielt, war das ein tolles Erfolgserlebnis", schwärmt er.

 

Der Produktionsablauf

Die Herstellung von Holzprodukten wie Kanthölzern, Balken, Dachlatten, Terrassendielen oder Profilholz beginnt auf dem Rundholzplatz. Hier lagert das angelieferte Rundholz im Rohzustand, nach Holzart und Größe sortiert. Im Sägewerk wird es zuerst eingeschnitten, und dann, nach der Trocknung, im Hobelwerk zum jeweiligen Endprodukt verarbeitet.

Alexander bestückt die Maschine mit der Rohware, stellt die Führungsschienen der Anlage ein, so dass das Holz störungsfrei durchläuft. Er überwacht den Produktionsprozess und prüft das fertige Produkt auf Maßhaltigkeit und Qualität.

Vielseitige Arbeit mit Holz

Alexander steht auf einem Radlader mit Holzresten.
Klenk Holz GmbH
Alles wird verwertet. Die Holzreste dienen der Wärmegewinnung.

"Für die Ausbildung brauchst du Interesse an dem Material Holz, denn du hast einfach täglich damit zu tun. Auch technisches Verständnis ist von Vorteil. Ich muss die Maschinen ja umrüsten und kleinere Wartungsarbeiten durchführen." Aber gerade die Vielseitigkeit findet Alexander an der Ausbildung spannend.

Die Arbeitssicherheit darf er nie vergessen: "Jeder Mitarbeiter hat eine persönliche Schutzausrüstung aus Sicherheitsschuhen, Arbeitskleidung, Warnweste und Handschuhen. Wichtig ist auch Gehörschutz, da die Maschinen laut sind."

 

Holzabfälle werden weiterverarbeitet

"Bei uns wird nichts weggeworfen", betont Alexander "es gibt keine Holzabfälle. Alles kann als Nebenprodukt weiterverarbeitet werden!" Aus Hobel- und Sägespänen werden Pellets. Aus Hackschnitzeln werden Spanplatten oder Papier. Aus Rinde wird Rindenmulch. "Außerdem nutzen wir Sägenebenprodukte als Brennstoff in unserem eigenen Biomasseheizkraftwerk zur Erzeugung von Energie und Wärme für unsere Trockenkammern - So wird wirklich alles genutzt", sagt Alexander.

Ihm macht die Ausbildung jedenfalls Spaß, denn im Anschluss möchte er weiter bei der Klenk Holz GmbH arbeiten.

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Stand: 17.04.2019
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