Wohnortwechsel für die Ausbildung

Ab in die eigenen vier Wände

Näher am Ausbildungsbetrieb wohnen oder endlich auf eigenen Beinen stehen - für die Ausbildung eine neue Bleibe zu suchen, kann viele Gründe haben. Wir haben nachgefragt, warum es sich lohnt, für die Ausbildung umzuziehen.

Zwei Männer laden einen Kühlschrank in einen LKW.
Bei einem großen Umzug kann man die Hilfe von Freunden und Familie gut gebrauchen.
Porträt von Paul
Privat
Paul freut sich auf die neuen Menschen und die neue Umgebung.

Paul beginnt eine Ausbildung bei der Bundespolizei. Obwohl er auch kurz vor Ausbildungsbeginn noch nicht weiß, wo er demnächst hinzieht, freut er sich auf seine eigenen vier Wände:

"Es ist langsam an der Zeit, dass ich von zu Hause rauskomme. Es ist dann auch eine schöne Trennung zwischen Ausbildung und zu Hause. Ich würde mich zwar freuen, wenn ich in der Nähe zu meinem Elternhaus wohnen würde, aber wenn das nicht klappt, ist das nicht so schlimm. Alleine zu wohnen ist etwas Neues und Aufregendes. Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzulernen und in eine neue Umgebung zu kommen."

Die Packliste ist geschrieben

Für seine Ausbildung wird Paul ein Ausbildungsstandort der Bundespolizei irgendwo in Deutschland zugewiesen. "Bei der Bundespolizei bekomme ich eine Wohnung gestellt, Verpflegung und sogar Kleidung. Daher muss ich mich um nicht viel kümmern. Außer den Leuten zu sagen, dass ich umziehe. Ich habe zwar eine Liste geschrieben, was ich mitnehmen werde, aber gepackt habe ich noch nicht."

Da Paul ohne große Möbel umzieht, wird er den Umzug ohne die Hilfe von Freunden und Familie bewältigen. "Ich werde vermutlich am ersten Wochenende auch gleich wieder nach Hause fahren und dort von meiner Ausbildung erzählen."

Juliane, 22, Augenoptikerin

Die Ausbildung zur Augenoptikerin hat Juliane in Fürth angefangen. Dann zog es sie nach Landshut. "Ich wollte schon immer mal weg von zu Hause - einfach unabhängiger sein. Es war auch sehr spontan: innerhalb von drei Monaten habe ich den Ausbildungsort gewechselt, mir eine Wohnung gesucht und bin dorthin gezogen".

Beim Umzug gab es keine Schwierigkeiten: "Meine Familie hat mich prima unterstützt. Aber etwas Herzschmerz hatte ich schon".

"Zuerst wohnte ich in einer Wohngemeinschaft. Ich wollte schon immer mal das WG-Leben ausprobieren. Aber das hat überhaupt nicht gut funktioniert mit fünf wildfremden Menschen in einem Haus. Deswegen bin ich nach einem halben Jahr in eine eigene Wohnung gezogen."

Nach ihrer Ausbildung ist Juliane wieder in ihre alte Heimat gezogen. Wieder in ihre eingenen vier Wände. "So lieb wie ich meine Familie habe, ich würde dennoch nicht mehr zu ihr ziehen. Ich mag es selbstständig zu sein. Das brauche ich einfach."

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Stand: 24.08.2016